| 4. Internationales Turnier in Zürich (2006) |
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Am 23. und 24. September fand das 4. Internationale Turnier in Zürich statt. Insgesamt nahmen 12 Mannschaften an diesem Event teil, welche in zwei Gruppen getrennt wurden. In der Gruppe A spielten Titelverteidiger Hurricanes Bochum und die Munich Animals aus Deutschland, welche auch die Favoriten für den Halbfinaleinzug wahren. Daneben spielte eine B-Auswahl der Stick Flyers Beetsterzwaag (Niederlande), sowie die zweiten Mannschaften der Iron Cats Zürich und Rolling Thunders Bern. Ebenfalls aus der Schweiz waren die Qualmenden Reifen aus St. Gallen. In der stärker einzuschätzenden Gruppe B spielte Turnierfavorit Torpedo Ladenburg, die belgische Nationalmannschaft (Red Devils), das tschechische Team Snow Wolves, Zeka Rollers Aarau (Schweiz), sowie die ersten Mannschaften der Iron Cats und der Rolling Thunders. Die Spielzeit betrug zweimal 10 Min., doch leider waren die Spielfelder äußerst klein. Gespielt wurde nach den DRS-Regeln von 2001.
Im ersten Spiel ging es für uns gleich gegen den Schweizer Rekordmeister und Gastgeber, die Iron Cats Zürich. Die äußerst defensiv ausgerichteten Schweizer versuchten erst gar nicht ernsthaft unser Tor in Gefahr zu bringen, sondern wollten mit aller Gewalt eine hohe Niederlage verhindern. Der Ball lief dennoch gut durch unsere Reihen und wir machten vor dem gegnerischen Tor ordentlich betrieb. Ohne wirklich gefordert zu werden, entschieden wir das Spiel mit 6:0. Im nächsten Spiel warteten die Snow Wolves aus Tschechien. Bislang hatten wir noch nie gegen ein tschechisches Team gespielt und waren neugierig auf die Begegnung. Zu unserem Erstaunen hatten die \\\"Schneewölfe\\\" allesamt super Elektrorollstühle und körperlich robuste Spieler, doch deren Niederlage gegen die Red Devils (2:10!) stimmte uns zuversichtlich. Zwar gingen wir früh mit 1:0 in Führung, mussten aber vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Wieder erzielten wir die Führung, doch abermals glichen die Snow Wolves aus. Nach unserem dritten Tor und herunterlaufender Zeit, mussten der tschechische Abwehrriegel gelockert werden und wir konnten unser gefürchtetes Konterspiel aufziehen. Ohne Probleme fielen die Tore jetzt im Minutentakt, ehe der Abpfiff dies unterbrach. Am Ende war das 6:2 dann doch standesgemäß. Die Zeka Rollers aus Aarau waren ebenfalls das erste Mal unser Gegner, oder besser gesagt: Opfer. Die Schweizer waren hoffnungslos unterlegen, doch man muss ihnen zu Gute halten, dass sie nicht versucht haben, das Spiel zu zerstören. Auch wenn ihnen kein einziger Torschuss gelang, versuchten sie ihr Bestes. Ohne übertrieben aufs Tor geschossen zu haben, hieß es 11:0 als der Schiedsrichter das letzte Mal pfiff. Ein solches Ergebnis war uns absolut unangenehm, doch irgendwie ging jeder Schuss rein. Liebe Aarauer, wir hoffen, dass ihr uns nicht böse seid! Das Spiel gegen die belgische Nationalmannschaft, welche sich Red Devils nannte, wurde zum entscheidenden um den Gruppensieg. Um die Stärke der Belgier richtig einschätzen zu können, lohnt ein Blick ins Geschichtebuch. Bei der Europameisterschaft 2005 in Italien besiegte das Team aus Flandern, welche in der gleichen Besetzung wie in Zürich antrat, die Deutsche Auswahl mit 4:3. Immerhin wurde Deutschland trotzdem Vize-Europameister. Kurzum, die Belgier sind ein Spitzenteam. Die Schiedsrichter pfiffen die Partie an und wir erwischten einen Traumstart. Zwei blitzsaubere Tore in den ersten Minuten sorgten für etwas Beruhigung auf der Bank. Selbst der Anschlusstreffer beeindruckte uns keineswegs, sondern wir antworteten mit Toren. Die sonst so sichere Abwehr der roten Teufel wurde immer wieder zerpflückt und mit einem Endergebnis von 7:1 konnten wir sehr gut leben. Die hohe Niederlage brachte so manchen belgischen Spieler in Rage, welche sich auch in unsportlichen Aktionen bemerkbar machte. Das letzte Spiel der Gruppe B gegen die erste Mannschaft der Rolling Thunders aus Bern war lediglich Formsache. Zu überlegen waren wir in den ersten Minuten, so dass beim Stand von 4:0, bis auf Ramazan, sämtliche Handschlägerspieler ausgewechselt wurden. Ramo erhielt von unserem Trainer Deniz Torschussverbot. So versuchten die Festschlägerspieler Heiko und Thomas Schmidt, sowie Jörg Diehl, der nach gut 2 Jahren sein Comeback feierte, ein Tor zu erzielen. Dies war äußerst amüsant für unsere Betreuer, doch leider konnten wir den Spaß nicht mit einem Tor krönen. Anfangs der zweiten Halbzeit fiel dann auch noch der Ehrentreffer für die eidgenössischen Hauptstädter, bei dem Torwart Anton Wachner nichts zu halten hatte. Die Berner waren glücklich und uns tat es nicht weh, so dass am Ende ein versöhnliches 4:1 für Torpedo auf der Anzeigentafel stand. Halbfinalgegner war unser Erzrivale aus dem Pott - die Hurricanes Bochum. Bereits vor dem Spiel klagten die Bochumer über unsere physische Überlegenheit, welche wir in der Bundesliga, aufgrund der Klassifizierung, nicht in dieser Form ausübern können. Doch international gelten nun mal andere Regeln und so sahen wir uns auch nicht genötigt, unsere Formation zu ändern. Insbesondere Paul Emmering war besonders motiviert, die Finalniederlage aus dem 2004 zu tilgen. Doch auch seine Teamkollegen wollten nur eins - den Finaleinzug! Das Spiel begann und wir ließen den Ball schön in unseren Reihen zirkulieren. Schließlich fiel der Führungstreffer nach Penalty und ein zweites Tor unwesentlich später. Der Bann war gebrochen und die Hurricanes schossen im gesamten Spiel nur einmal aufs Tor. Ein klarer 3:0 Erfolg sorgte für pure Euphorie in unserer Kabine. Da waren wir wieder mal, im Finale. Bereits zum dritten Mal, bei der vierten Auflage, erreichten wir das Endspiel in Zürich und dieses Mal sollte der große Pokal wieder zurück in die Geschäftsstelle des Athletik Club 1892 Weinheim e.V. wandern. Doch wie zu erwarten hatte unser Gegner etwas dagegen. Und nicht nur das! Da gab es auch noch eine 1:7 Schmach aus der Vorrunde auszumerzen. Die Red Devils waren fest entschlossen, die Vorrundeniederlage zu korrigieren. Gespielt wurde auf einem großen Feld, die Spielzeit betrug zweimal 15 Minuten. Schon nach wenigen Minuten konnte man erkennen, dass die Belgier in erster Linie ihre Defensive stärken wollten. Unsere sieben Tore aus dem ersten Spiel hatten doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das erste Tor fiel, wie immer in diesem Turnier, für Ladenburg. Die Red Devils verloren in der Vorwärtsbewegung den Ball, Görkem Oguz passte den Ball blitzschnell auf Paul Emmering und der ließ sich nicht zweimal bitten. Leider bekamen wir das Spiel nicht wirklich in den Griff, immer wieder musste unsere Torhüterin Olga Ulrich gefährliche Distanzschüsse entschärfen. Schließlich fiel dann doch der Ausgleich, nach einem unglücklich abgefälschten Schuss. Ein weiterer individueller Fehler kostete uns kurz vor der Halbzeitpause eine 2:1 Führung. Das Spiel stand auf der Kippe, beide Mannschaften vergaben gute Einschussmöglichkeiten. Nach der Pause ging es hin und her, bis endlich die Führung wieder auf unserer Seite lag. Wir versuchten das Spiel zu beruhigen und lange in Ballbesitz zu bleiben. Dies gelang und der Treffer zum 4:2 dämpfte die Moral des Kontrahenten merklich. Das belgische Nationalteam war nicht länger in der Lage den markanten Abwehrriegel aufrechtzuerhalten, wollten sie nicht kampflos verloren geben. Nun wurde voll auf Offensive gesetzt und das Torpedo Triumvirat versetzte den Teufeln den Todesstoss. Görkem passte den Ball geschickt über die Bande zu Ramazan. Dieser leitete den Ball mit einem No-Look-Pass auf Paul Emmering weiter und Mr. Cool vollstreckte eiskalt zum 5:2. Die Belgier gaben sich auf, aber wir ließen nicht locker. Noch zwei weitere Tore folgten zum 7:2 Endstand und der Pokal gehörte uns!! Fazit Letztlich gewannen wir ein durchschnittlich besetztes Turnier verdient und ungefährdet. Zu keinem Zeitpunkt standen wir mit dem Rücken zur Wand und kontrollierten die Spiele fast nach belieben. Jeder Turniersieg ist eine schöne Sache, aber man sollte den Erfolg nicht überbewerten. Wir wurden kaum gefordert und waren da, wenn der Gegner eine kleine Chance witterte. Eine Woche vor dem Bundesligastart sind wir gut in Form, dennoch ist eine weitere Leistungssteigerung von Nöten, um eine Titelverteidigung zu realisieren. |