| 3. Iron Cats Cup in Zürich / Schweiz (2004) |
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Endlich war es wieder soweit - vom 1. bis zum 4. Oktober fand das dritte Internationale Turnier in Zürich/Schweiz statt. Natürlich waren wir hochmotiviert nach unserem Katastrophenturnier in München vor knapp einem Monat unseren Trainer milde zu stimmen und unseren Titel aus dem Jahr 2002 zu verteidigen. Leider konnte unser etatmäßiger Spielmacher Görkem Oguz aus beruflichen Gründen nicht mit in die Schweiz reisen. Aus diesem Grund verstärkten wir uns mit dem Ludwigshafener Superstar Paul Emmering, der wohl mit Abstand beste Spieler Deutschlands. Insgesamt kämpften 12 Teams in zwei Gruppen um den Einzug ins Halbfinale. In der Gruppe A, welche im Vergleich zur Gruppe B deutlich stärker war, spielten neben uns, die erste Mannschaft des Schweizer Meisters Iron Cats Zürich, die Hurricanes Bochum, die sich zusätzlich mit dem Essener Nationalspieler Henry Acquah verstärkten, die belgische Nationalmannschaft unter dem Namen Red Devils, die Black Knights aus Dreieich und die spanische Spielgemeinschaft Catalunya Selektion aus Barcelona. In der Gruppe B spielten der Deutsche Meister Munich Animals, die zweite und dritte Mannschaft des Gastgebers, die Nording Bulls aus Lohmen, das finnische Team Electric Gladiators, welches hauptsächlich durch ihre Kriegsbemalung auffiel und die Qualmenden Reifen St. Gallen.
Zum Auftakt spielten wir gegen den Gastgeber, die Iron Cats Zürich. Eigentlich ein dankbarer Gegner um sich in das Turnier reinzuspielen, doch wie immer machen uns vermeintlich Underdogs die meisten Probleme. Zwar war unser 6:1 nicht wirklich gefährdet, aber spielerisch taten wir uns gegen ein massives Abwehrbollwerk schwer. Unser nächster Gegner war ein uns völlig Unbekannter. Der spanische Vertreter aus Barcelona wollte gegen uns nach vorne spielen, was uns wiederum sehr entgegenkam. Die Katalanen waren uns in allen Belangen unterlegen und kassierten ein Tor nach dem anderen, obwohl wir nicht mit letzter Konsequenz den Abschluss suchten. Nach dem Schlusspfiff stand es 10:0 für Ladenburg. Somit waren die Pflichtaufgaben erfüllt und es sollte nun gegen das belgische Nationalteam Red Devils gehen. Die Belgier waren uns rollitechnisch weit überlegen und auch körperlich hatten sie so einiges entgegenzusetzen. Zur Halbzeit stand es 0:0 wobei die Red Devils durchaus hätten in Führung liegen können, doch in der zweiten Halbzeit drehten wir auf und ließen dem Gegner keine Zeit durchzuatmen. So schossen wir drei Tore in einem relativ kurzen Abstand und so hieß es am Ende Torpedo 3, Red Devils 0. Damit hatten das Halbfinale quasi erreicht, doch nun ging es um den Gruppensieg um im Halbfinale dem Deutschen Meister Munich Animals aus dem Weg zu gehen. Die Hurricanes aus Bochum warteten nun. Zwei gleichwertige Mannschaften spielten munter auf Sieg, dennoch war auch hier der Pausenstand 0:0. In der zweiten Halbzeit nutzten wir die Irritationen in der Bochumer Hintermannschaft die kurzfristig einige Spieler auswechseln mussten durch einen Hammer von Ramazan Sahin zum 1:0. Paul Emmering gelang noch ca. 5 Minuten vor dem Ende das vorentscheidende 2:0 durch eine herrlich Einzelaktion. Damit war uns der Gruppensieg aufgrund der direkt gewonnenen Vergleiche nicht mehr zu nehmen. Im letzten Gruppenspiel gegen die Black Knights Dreieich ließen wir es ruhig angehen, wechselten munter durch und experimentierten schon für das Halbfinale. Am Ende hieß es 5:2, wobei die beiden Gegentore nur auf zu lässige Spielerei zurückzuführen waren, aber egal, denn jetzt waren wir im Halbfinale gegen einen durchaus schlagbaren Gegner. Die Nording Bulls war schon vor zwei Jahren unser Halbfinalgegner, damals hieß es 6:0, diesmal hielten sich die Bulls etwas besser gegen uns. Doch in der zweiten Halbzeit fanden wir zu unserem Spiel und schossen dann doch noch ein standesgemäßes Ergebnis von 5:0 raus. Doch wer sollte uns im Finale herausfordern. Zum Überraschen vieler, setzen sich die Hurricanes gegen die Animals mit 2:1 durch. Die Münchner vergaben nicht nur eine 1:0-Führung, sondern auch noch einen Penalty durch Nationalspieler Roland Utz. Damit kam es zur Revanche für die Hurricanes aus der Vorrunde. Schon in der Vorrunde stand das Spiel auf Messers Schneide, doch das Endspiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Hurricanes waren uns vom Material deutlich überlegen, wir hatten die etwas besseren Einzelspieler. In einer hochklassigen, von Taktik extrem geprägten Partie, hatten beide Teams sich in der ersten Halbzeit gegenseitig neutralisiert, dem zufolge stand es auch zur Halbzeit 0:0. Auch in der zweiten Hälfte gab es kaum Torchancen, doch eine riesige Lücke in unserer Abwehr nutzte Nationalstürmerin Manuela Rahlf eiskalt zum 1:0 für die Hurricanes. In folge dessen versuchten wir alles, um den Ausgleich zu erzielen. Doch leider liefen unsere Rollis immer mehr heiß, was wiederum ein effektives Angriffsspiel unserer Mannschaft nicht zuließ. Zwar hatten wir noch einige wenige Torgelegenheiten, doch das Glück war in diesem Spiel nicht auf unserer Seite und so konnten wir unseren Titel denkbar knapp nicht verteidigen. |