| 10. Deutsche Meisterschaft in Dreieich (2004) |
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Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum richteten die Black Knights aus Dreieich die zehnte Deutsche Meisterschaft im Elektrorollstuhl-Hockey aus. Am 21. und 22. Mai spielten 10 Teams in Dreieich-Sprendlingen um den Titel. Neben dem Titelverteidiger Munich Animals, galten die Ruhr-Rollers Essen, die Hurricanes Herten und Torpedo Ladenburg zu den heißesten Titelanwärtern. Gespielt wurde in zwei Gruppen mit jeweils 5 Mannschaften. In der Gruppe A waren die Münchner klarer Favorit auf den ersten Platz. Des weiteren spielten die Rolli-Teufel Ludwigshafen, Ballbusters Würzburg, Star Drivers Bad Kreuznach und Gastgeber Black Knights in der Gruppe A. In der Gruppe B war Spannung pur garantiert. Vizemeister Ruhr-Rollers Essen, der Dritte der letzten Deutschen Meisterschaft Rocky Rolling Wheelers Berlin, der Sieger des letztjährigen internationalen Turniers in München Hurricanes Herten, die Kleinen Haie Köln und Torpedo Ladenburg kämpften um den Einzug ins Halbfinale.
Im ersten Spiel ging es gleich voll zur Sache gegen die Ruhr-Rollers Essen. Eine Niederlage sollte für beide ambitionierte Teams den Halbfinaleinzug in weite Entfernung rücken lassen. Trotz einer dreivierteljährigen Trainingspause zeigte Torpedo Ladenburg wer unbedingt die Runde der letzten vier erreichen wollte. Ruhige, sachliche Angriffe und eine starke Defensive sorgten für einen ungefährdeten 2:0-Sieg über den Vizemeister, die kurzfristig auf ihren etatmäßigen Blocker Christian Reddig verzichten mussten. Auch im nächsten Spiel erwartete uns mit den Hurricanes Herten eine unangenehme Aufgabe. Hochmotiviert gingen wir an diese Aufgabe heran und entschieden das Spiel mit 3:1 klar zu unseren Gunsten. Gerade in der ersten Halbzeit zeigten wir oftmals sehr schöne Kombinationen und hätten das Spiel mit mehr als nur einem 2:0 führen müssen. Mit diesem Ergebnis war das Halbfinale schon zu gut wie erreicht. Nun ging es darum den ersten Platz in der Gruppe B zu sichern, um nicht schon im Semifinale auf den Abonnementmeister aus München zu treffen. Als nächstes Gegner warteten die Kleinen Haie Köln. Eigentlich eine Pflichtaufgabe und so wurde beschlossen, einige Stammspieler zu schonen. Schon gleich am Anfang spielten die Haie munter nach vorne und gingen nach einem Eigentor sogar überraschend in Führung. Wütend versuchten wir zu antworten, aber ohne eine klare spielerische Linie in die Partie zu bekommen. Zwar gelang uns noch vor der Pause die 2:1-Führung, aber sehr überzeugend wirkte dies nicht. In der zweiten Halbzeit lief es etwas besser und so fiel folgerichtig noch der Treffer zum 3:1. Dabei beließen wir es und machten so den ersten Tabellenplatz fix. Im letzten Spiel spielten wir gegen die Rocky Rolling Wheelers aus Berlin. In diesem teilweise sehr harten Spiel siegten wir völlig verdient und ungefährdet mit 3:1. Ungeschlagen zogen wir somit in das Halbfinale ein. Wie erwartet wurden die Munich Animals Erster der Gruppe A. Etwas überraschend konnte sich der Ausrichter aus Dreieich ins Halbfinale spielen. Die Halbfinalpartien hießen München vs. Herten und Dreieich vs. Ladenburg. In unserem Halbfinale gegen die Black Knights ging es heiß her. In einem Zweikampf zwischen Jean-Marc Clement und unserem Spieler Ronnie Rapp traf Ronnie den Gegenspieler unabsichtlich mit seinem Schläger ins Gesicht, der daraufhin ausgewechselt werden musste. Für diese Aktion verhängte der Schiedsrichter eine zwei Minuten Strafe. Die zahlreichen Black Knights-Fans heizten die Stimmung zusätzlich auf. Wir ließen uns aber in keinster Weise beeindrucken und schossen uns schon zur Halbzeit mit 3:0 in Führung. Auch in der zweiten Halbzeit wurde die Partie hartumkämpft, doch das 4:0 ließ keine Zweifel aufkommen, wer ins Finale einziehen würde. Dort warteten die Animals, wie erwartet. Wie im Jahr 2000 kam es zu diesem Endspiel. Endlich die Dominanz der Münchner beenden, dass war unser einziges Ziel. In einem hochklassigen Finale schenkten sich beide Teams nichts. In einer harten, aber zu keiner Zeit unfairen Partie konnte keines der beiden Teams in der ersten Halbzeit ein Tor erzielen. In der zweiten Hälfte ging es wieder in und her. Die Zuschauer standen eindeutig, auch wegen der Niederlage der Heimmannschaft im Halbfinale, hinter den Münchnern. Wer das erste Tor machen sollte, der sollte alle Trümpfe in der Hand halten. Und so nutze die Münchner eine kleine Lücke in der Ladenburger Hintermannschaft zur 1:0-Führung. Natürlich mussten wir nun die Abwehr etwas lockern und wären um ein Haar für unsere Mühen belohnt worden, doch ein Schlagschuss landete nur an der Latte. Den Animals gelangen einige schöne Konter und plötzlich Pfiff der Schiri zu aller Verwunderung Penalty für München. Die Chancen ließen sie sich natürlich nicht entgehen und markierten das 2:0. Nun wurde alles nach vorne geworfen und zwei Sekunden vor dem Ende noch der Anschlusstreffer markiert. Es half nichts mehr, das Spiel war zu Ende und München zum zehnten Mal Deutscher Meister. FAZIT: Wir gratulieren dem Champion. Sie siegten zwar glücklich, aber nicht unverdient. Wir waren die etwas aktivere Mannschaft, nutzten aber unsere Chancen nicht. So kann man halt nicht Meister werden. Dennoch kann man nicht vollständig unzufrieden sein, da wir schließlich ein dreiviertel Jahr nicht zusammen trainieren konnten. Für die Zukunft gilt nur eins: Trainieren, Spielen, Siegen!! Mit einer solchen Leistung ohne Training und unterlegenen Rollstühlen sollte man positiv in die Zukunft blicken können. |