| 8. Deutsche Meisterschaft in München (2002) |
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Am 6. und 7. September fand die 8. Deutsche Meisterschaft statt. Dieses Mal waren 8 Mannschaften am Start und gespielt wurde in der Städtischen Turnhalle in München. Jeder spielte gegen jeden und die Spieldauer betrug zweimal 12 Minuten. Dieses Jahr gab es leider kein Endspiel, sondern eine Abschlusstabelle. Meister war das Team mit den meisten Punkten, bei Punktgleichheit zählte das Torverhältnis und nicht der direkte Vergleich, was wiederum bei den meisten Teams nicht sonderlich gut ankam.
Im Eröffnungsspiel spielte Ladenburg gegen die Star Drivers Bad Kreuznach. In diesem Spiel siegten wir locker und leicht mit 7:0. Eigentlich ging es in diesem Spiel mehr darum sich für das darauffolgende Match gegen die Ruhr-Rollers Essen einzuspielen und die Rollis zu schonen. Besonders in der Endphase lief der Ball sehr gut in unseren Reihen und die Rotation funktionierte gut. Dann ging es gegen den Meisterschaftskandidat aus Essen. Beide Mannschaften kamen nicht so richtig gut ins Spiel und so stand es nach der ersten Halbzeit 0:0. Beide Teams wollten dieses Jahr unbedingt den Titel holen und so galt es im zweitem Durchgang einen Gang hoch zu schalten. Trotzdem gab es auf beiden Seiten kaum Chancen. In der Abwehr standen wir sehr sicher, doch der Angriff kam überhaupt nicht in Schwung. Zu allem Überfluss fingen wir uns auch noch einen Konter ein, den die Essener eiskalt zum 0:1 einschoben. Sollte das das Ende aller Meisterträume sein? Jetzt nahmen wir das Heft in die Hand und so gelang Görkem Oguz folgerichtig der Ausgleich. Nur noch wenige Minuten auf der Uhr und wir drängten weiter auf den Sieg. Schließlich markierten wir das 2:1, doch der Schiri gab das Tor nach Absprache mit dem Zeitnehmer nicht, da die Zeit schon abgelaufen war. Laut der Regel muss das Zeitnehmer das Spiel abpfeifen, was er allerdings nicht tat, obwohl man fairerweise sagen muss, das die Zeit wirklich abgelaufen war. Nach wilden Protesten blieb es beim 1:1. Jedem kann ein Fehler unterlaufen, doch wenn der Zeitnehmer sich korrekt verhalten hätte und die Uhr immer richtig gestoppt hätte, wäre es ein korrektes Tor gewesen. Das Unentschieden gegen Essen brachte uns in Zugzwang. Im letzten Spiel des Tages hieß es gegen die Kleinen Haie aus Köln nicht nur den Sieg einzufahren, sondern auch etwas für das Torverhältnis zu tun. In der ersten Halbzeit lief das Spiel überhaupt nicht und so stand es vor dem Seitenwechsel auch nur 3:0 für Ladenburg. In der zweiten Hälfte stellten wir um, aber dennoch lief der Ball nicht. So fielen die Tore überwiegend durch Einzelaktionen. Insbesondere Görkem Oguz besserte sein Torekonto deutlich auf und so lautete der Endstand 9:0. Das Ergebnis war OK, doch der spielerische Glanz vom Römer Cup war weg. Das Positivste war noch, dass die Munich Animals gegen die Ruhr-Rollers mit 5:2 gewannen. Am zweiten Tag ging es schon im ersten Spiel um den Meistertitel. München gegen Ladenburg - Erster gegen Zweiter! Da wir nur einen Punkt gegen die Essener geholt hatten, war der Sieg gegen den Serienmeister aus München Pflicht. In einer sehr taktisch geprägten ersten Halbzeit gelang es keiner Mannschaft sich einen wirklichen Vorteil zu erspielen. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit machten wir dann mehr Druck und kamen zur ein oder anderen guten Schussmöglichkeit, welche unsere Stürmer leider zu oft ungenutzt ließen. Wieder einmal verloren wir in der Vorwärtsbewegung den Ball und die Animals ließen sich nicht zweimal bitten und versenkten eiskalt zum 1:0. Doch wie gegen Essen kamen wir dann besser ins Spiel und Ramazan Sahin überwand den Münchner Goalie Ferdi Schießl. Jetzt noch einen und Meistertitel ist in greifbarer Nähe. Alle Hoffnungen zerstörte dann Nationalstürmer Roland Utz mit einem weiteren Kontertor. Wir warfen alles nach vorne um noch zu retten was zu retten war, aber unsere Bemühungen wurden nicht belohnt und die Animals erhöhten auf 3:1. Aus der Traum!! Damit waren die Munich Animals zum 8. Mal Deutscher Meister in Folge. Nun galt es die Enttäuschung zu verarbeiten und Tore für die Vize-Meisterschaft zu erzielen. Von diesem Zeitpunkt an, war an schönes Spiel nicht mehr zu denken, nur noch Tore zählten. Als nächster Gegner wartete der Dritte der letzten DM, die Hurricanes Herten. Gegen dieses extrem defensiv eingestellte Team war kein Kantersieg zu erwarten, sondern vielmehr harter Kampf. Leider verspielten wir glasklare Möglichkeiten in der Anfangsphase und so stand es nur 2:0 nach der ersten Halbzeit, obwohl es mindestens 5:0 oder 6:0 hätte heißen müssen. Spielerisch wurde es zweiten Durchgang besser, trotzdem gelang es nur noch ein Tor zum 3:0 Endstand. Im vorletzten Spiel ging es gegen den amtierenden Vizemeister und Lokalrivalen Rolli-Teufel Ludwigshafen. Die Teams spielten in der Vorbereitung auf die DM schon einmal in einem Testspiel gegeneinander, wo Ladenburg ohne zwei Stammspieler gewann. Deshalb erwarteten wir einen klaren Sieg, auch wenn Nationalspieler Paul Emmering nie zu unterschätzen ist. Die Ludwigshafer versuchten uns durch teilweise überhartes Spiel aus dem Spiel zu nehmen. Besonders Ramazan Sahin wurde sehr hart bedrängt, sogar beide Armlehnen wurden ihm zu Schrott gefahren. Das konnten und wollten wir uns nicht gefallen lassen und da auch der Schiri keine Anstalten machte zu intervenieren, fighteten wir hart zurück. Schließlich endete das Spiel mit 5:2 für LA. Nach dem Spiel war aber alles wieder vergessen und man reichte sich wieder die Hand. Black Knights Dreieich hieß der letzte Gegner dieser DM. Zeitgleich lief das Spiel zwischen den Ruhr-Rollers gegen Bad Kreuznach, die allerdings auf ihre beste Spielerin auf Grund einer Verletzung verzichteten. Wir hatten 3 Tore auf Essen Vorsprung, sie dagegen den leichteren Gegner. Deswegen galt die Devise für beide Mannschaften Tore, Tore, Tore. Trotz des stärkeren Gegners lieferten ein super Spiel in Halbzeit 1 und führten mit 7:1. Essen führte 6:0. Doch in der zweiten Hälfte mauerte Dreieich und wir verstanden es nicht die richtigen Blocks zu setzen. So gelangen uns leider nur noch 3 Tore. Essen hingegen siegte 14:0 und sicherte sich damit die Vizemeisterschaft. Trotzdem konnten auch sie nicht wirklich glücklich sein, da es auch ihnen nicht gelang den Seriensieger aus München zu stoppen. Schließlich gab es dann doch noch etwas zu feiern. Unser Playmaker Görkem Oguz sicherte sich mit 24 Toren die Torjägerkrone vor dem Ludwigshafener Paul Emmering (21 Tore) und dem Münchner Roland Utz (18 Tore). Torpedo-Stürmer Ramazan Sahin landete auf dem achten Platz mit 9 Toren und Ronnie Rapp auf Platz 12 mit 4 Toren. FAZIT: Wieder einmal haben die Animals gezeigt, dass sie immer noch die Nummer 1 in Deutschland sind, auch wenn sie sich doch deutlich mehr Anstrengen müssen als früher. Nach dem Turnier trat der beste deutsche Torhüter, der Keeper der Munich Animals, Ferdi Schießl zurück. Damit steigen die Chancen in Zukunft für die anderen Mannschaften doch deutlich. Für uns heißt es härter Trainieren und wieder zu alter spielerischer Stärke zurückzukehren. Für das Schweizer Turnier bedeutet das noch viel Arbeit!! |